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Dietrich Windolt (Wynnoldt), Schultheiß in Fulda, bekundet, dass
vor ihm und den Schöffen des Stadtgerichts von Fulda Clemens Mangoldt,
Johann (He...
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Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Frittags nach dem Escher dage anno Domini XVC duodecimo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Dietrich Windolt (Wynnoldt), Schultheiß in Fulda, bekundet, dass vor ihm und den Schöffen des Stadtgerichts von Fulda Clemens Mangoldt, Johann (Henne) Knauffe und Konrad (Cuntz) Armbruster erschienen sind. Dort haben sie das Haus und den Garten ihres verstorbenen Vaters und Schwiegervaters, Johann (Henne) Mangoldt, am Wollwebergraben in Fulda zwischen den Häusern von Johann (Hans) Marem und Christoph (Cristoffel) Sulstadt mit allem Zubehör für 180 rheinische Gulden Frankfurter Währung dauerhaft an ihren Onkel und Schwager Heinrich (Heintz) Mangoldt, dessen Ehefrau Katharina und ihre Erben verkauft. Clemens, Johann Knauffe und Konrad verzichten auf diesen Besitz und auf weitere Ansprüche gegenüber den Käufern, da sie die Kaufsumme bereits erhalten haben. Da der Besitz Bürgergut ist, bitten sie die Stadt Fulda, den Käufern Haus und Garten mit allem Zubehör zu verleihen. Dietrich bekundet, dass er als Schultheiß die neuen Besitzer von Amts und Gerichts wegen aufgenommen und ihnen alle Rechte, die Johann Mangoldt innehatte, verliehen hat. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Dietrich Windolt, Schultheiß in Fulda]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.