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Paderborner Juden
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Enthält u.a.: Beschwerde der Juden gegen die Offiziere der Stadt wegen der Wacht (1624-1625,1637). - Beschwerde der Juden wegen Ausschreitungen gegen sie (1627). - Schuldverschreibung der Stadt Paderborn bei den Paderborner Juden (1634). - Erhöhung des Beiwohnungsgeldes der Juden (1635). - Inarrestnahme der Paderborner Juden (1641). - Bitte der Paderborner Juden beim Landesherrn um Schutz vor dem Magistrat (1642). - Erlass einer Judenordnung (1648). - Beschwerde des Magistrats beim Fürstbischof gegen die Juden (1652). - Beschwerde gegen den Höcker- als auch Kramerhandel der Juden (1698). - Auseinandersetzung zwischen dem Juden Abraham Spanier und Beneficiati Günter (1717). - Auseinandersetzung des Jurgen Geitman gegen den Juden Susskind (1718). - Auseinandersetzung zwischen Magistrat und Juden wegen der Schatzung und dem Servis (1718-1730, 1763-1772). - Überlassung und Verkauf von Grundstücken durch die Markkirchgemeinde an die Juden für die Verwendung als Kirchhof (1728). - Verbot des Viehhandels für Paderborner Juden (1743). - Abgabe der Ochsen- und Kuhzungen nach Schlachtungen durch die Juden an die Stadt (1625). - Ausschreitungen bei der jüdischen Synagoge (1784). - Auseinandersetzung zwischen Magistrat und dem Juden Behrmann zu Geseke wegen des Zehenden Pfennigs beziehungsweise des Auszugsgeldes (1671)
Archivale
Behrmann, Jude
Geitman, Jurgen
Günter, Beneficiati
Spanier, Abraham
Susskind, Jude
Auszugsgeld
Höckerhandel
Kirchhof, jüdischer
Kramerhandel
Markkirchgemeinde
Servis
Synagoge
Viehhandel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.