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Rechnung 1555/56
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1555-1556
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
(Potenzielle) Ausgaben für (kunst-)handwerkliche Erzeugnisse:
- an Peter Schedel von Worms, Büchsenmeister, 40 fl. Sold (fol. 319r);
- an Hans Beck von Augsburg, Büchsenmeister, 40 fl. Sold (fol. 319r);
- an Friedrich Kessler, Büchsengießer, 70 fl. Sold (fol. 319r);
- an Christoph Müller, Büchsengießer, 60 fl. Sold (fol. 319r);
- an Peter Götz, Zeugwart, 40 fl. Sold (fol. 319r);
- an Clement Haus, Büchsenmeister, 40 fl. Sold (fol. 319r);
- an Albrecht Boswill, Münzmeister, 40 fl. Sold (fol. 321r), weiter 14 Dukaten zur Vergoldung eines silbernen Gießbeckens für den Herzog, 16 fl. 52 kr. 3 h.für Beschläge an einem Jagdhorn, einem Waidmesser und einem Schreibzeug(fol. 393v);
- an Sebastian Scherding, Goldschmied zu Stuttgart, Wardein, 40 fl. Sold (fol. 321r), weitere 17 fl. 1 ß 7 h. Sold (fol. 322r), 17 fl. 1 ß 7 h. Sold (fol. 322r), 8 Dukaten, um die Deckel von zwölf Ritterbechern zu vergolden, 83 Goldgulden zur Herstellung einer Goldkette, die der Gemahlin des Grafen Eberhard von Hohenlohe zur Hochzeit geschenkt wurde (d.h. Graf Eberhard von Hohenlohe-Waldenburg und Agathe geb. Gräfin von Tübingen-Lichteneck) (fol. 393r), 40 Dukaten 161 Goldgulden 1 Ort eines Goldguldens, die für den Herzog zu einer Kette verarbeitet wurden(fol. 393v);
- an Aberlin Tretsch, Bauverwalter, 20 fl. Sold (fol. 321v) sowie 4285 fl. an Baukosten für Hohentwiel (fol. 385r), 99 fl. 53 1/2 kr. für ausgelegte Löhne (fol. 387r), 19 fl. 1 kr. für Hauszins, Holz und Liefergeld (fol. 402r);
- an Georg Grawer, Werkmeister, 40 fl. Sold (fol. 321v), 3 fl. 54 kr. Zehrgeld für seine Reise nach Neuenburg wegen etlicher Bauvorhaben (fol. 404r), 2 fl. 9 kr. Zehrgeld für die Beschaffung von Holz in Wildbad (fol. 412av);
- an Hans Mayer, Armbruster zu Stuttgart, 10 fl. Sold (fol. 321v);
- an Hans Gerngroß, Maler, 10 fl. Sold (fol. 322r), 8 fl. 40 kr. "für ettlich mendlin zu der somer- unnd winterclaidung" und andere Arbeit (fol. 397r), 25 fl. Kost- und Liefergeld (fol. 419v);
- an Adolff Thoren, Schreiner, 20 fl. Sold (fol. 322r);
- an Hans Schweizer, Pulvermacher, 70 fl. Sold (fol. 322r);
- an Joachim Mayer, Werkmeister, 50 fl. Sold (fol. 322v);
- an Lienhart, Hofschmied zu Stuttgart, 20 fl. (fol. 322v);
- an Georg Jesinger, Dreher zu Stuttgart, 1 fl. 5 ß 4 h. für 100 Siegelbüchsen (fol. 350r), 40 kr. für 20 große Siegelbüchsen (fol. 350v);
- an Michel (Hermann), Buchbinder zu Stuttgart, 22 kr. für das Einbinden eines Reichsabschieds und einer Kammergerichtsordnung (fol. 350v), 3 fl. 18 kr. für das Binden von Rechnungen für Rentkammer und Landschreiberei, ebenso 28 kr. und 24 kr. für das Binden von Landrechts- und anderen Ordnungen (fol. 351r);
- an Albrecht Kreutlin zu Stuttgart 1 fl. für das Binden von 60 Kalendern für die Kanzlei (fol. 350v);
- an Konrad Küne, Buchbinder zu Stuttgart, 3 fl. 25 kr. für das Binden u.a. von zwei Reichsabschieden (fol. 350v), 269 fl. 16 kr. für theologische Bücher für den Herzog, die Hofprediger Kaspar Gräter und Johann Engelman sowie Thomas Zelling (fol. 394r); - an Sebastian Huttenloch, Seidensticker zu Stuttgart, insgesamt 22 fl. für Atlasschnur, Garn und Wollschnur zur Winterkleidung (fol. 355v, 356r), 33 fl. 25 kr. an Sebastian Seidensticker zu Stuttgart für Seiden- und Wollfarben zu Sommer- und Winterkleidung 1555 (fol. 397r);
- zahlreiche Ausgaben für Material, Waffen und Munition, insbesondere Metall und Geschützkugeln aus Heidenheim und Mergelstetten (fol. 365r-368v)
- an Albrecht Schmid, Plattner zu Tübingen 751 fl. 38 kr. für den Einkauf von 12 Feldkürassen "im Niderland" und ihre Lieferung an die Rüstkammer, alle Unkosten eingeschlossen, weiter 65 fl. 15 kr. für "etlich roßstürnen, hopharnasch, kregenn, henndtschuch, trabharnasch" und anderes (fol. 365r), 98 fl. 15 kr. "fur ain welschen stechzeug, 12 schifflungen uf die armzeug, 16 bärth" und anderes (fol. 368r);
- an Georg Merck, Schlosser zu Urach, 39 fl. 18 ß für 5550 Fußeisen und ihre Lieferung an das Zeughaus (fol. 365r), weiter 16 fl. 12 ß für 2300 Fußeisen (fol. 366v), 2 fl. 24 kr. für 400 Fußeisen (fol. 367r);
- an Hans Klingelin, Schlosser zu Urach, für 700 Fußeisen und ihre Lieferung an das Zeughaus (fol. 366r), weiter 5 fl. für 700 Fußeisen, 5 fl. 10 ß für 800 dito, weiter an ihn und Georg Schlosser von Urach 24 fl. 8 ß für 3400 Fußeisen (fol. 366v);
- an Mathis Enninger, Waffenschmied zu Waiblingen, 30 fl. 35 kr. für 102 Äxte und Pickel und ihre Lieferung an das Zeughaus (fol. 366r), weiter 69 fl. 30 kr. für 215 "reythawen" und Lieferung an das Zeughaus, weitere 30 fl. für 100 Äxte dito (fol. 367r), 60 fl. für 100 Äxte und 100 "rytthowen" (fol. 367v), 60 fl. für 200 "braitbückell", 61 fl. 24 kr. für 188 "bickell, in das zeughaus geanntwurtt" (fol. 368r);
- an Veyt Koch, Büchsenschmied zu Esslingen, 16 Taler für drei Feuerbüchsen (fol. 368r);
- an (Magdalena), die Witwe von Ulrich Morhart, gewesenem Buchdrucker zu Tübingen, 300 fl. für den Druck von 1000 Exemplaren des Landrechts und deren Lieferung nach Stuttgart (fol. 393r);
- 352 fl. 35 kr. "unserm g. f. unnd hernn bezaltt, darumbenn sein f. g. ain silberin vergültt trinckhgeschirr, welches des reingrafen gemahell für gevattergeltt geschenck unnd dann für etlich guldin ring dem erzherzogen von Osterrych (d.h. Ferdinand (1503-1564), von 1558-64 Kaiser) und seinem hofgesind verert wordenn, zu Wormbs kaffen lassenn" (fol. 393r);
- an Anton Schlosser zu Tübingen 2 fl. 15 kr. für sieben Schlösser, die teils für die Silbertruhen in Tübingen, teils für die Landschreiberei gebraucht werden (fol. 396r);
- an Bartholomäus Kantengießer zu Stuttgart 11 fl. 15 kr. für etliche Arbeiten für die Herzogin (fol. 397r);
- an Bläsi Berwartt, Steinmetz, 55 kr. Zehrgeld für seine Reise nach Heidenheim am 3. August 1555 (fol. 406v), 2 fl. 19 ß für seine Reise nach Brackenheim wegen der dortigen Bauarbeiten (vgl. u.) (fol. 410r), 3 fl. 51 kr. 2 h. für seine Reise nach Tübingen zur Begutachtung der Arbeiten des Joseph Steinmetz zu Urach (fol. 411r);
- an Heinrich Schöttlin, Baumeister zu München, 20 fl. Zehrgeld für seine Reise nach Stuttgart und zurück (fol. 408r);
- an Burckhart Stickel, Aberlin Tretsch, Joachim Mayer und Silvester Steinmetz 15 fl. 1 kr. Zehrgeld für ihre Reise am 19. November 1555, als sie entsandt wurden, um den Neubau des Kastens und Kellers zu Brackenheim zu beratschlagen (fol. 410r);
- an den Sohn des Georg Stern, Baumeister zu Ingolstadt, 19 fl. 45 kr. Zehrgeld für die Überbringung einer Visierung über die Stadt Kirchheim (fol. 410r);
- an Vester Steinmetz von Löwenberg 3 fl. 49 kr. Zehrgeld für seinen Ritt nach Hohentwiel im April 56 (fol. 412cv).
451 Bl.
Folio (Höhe x Breite)
Amtsbücher, Register und Grundbücher
Sprache: Deutsch
Schreiber/Renovator/Rechner: Wilhelm Kühn, Wolf Bonacker
Heidenheim an der Brenz HDH; Hochofen
Ingolstadt IN; Baumeister
Mergelstetten : Heidenheim an der Brenz HDH; Eisenwerk
Stuttgart S; Buchbinder
Stuttgart S; Goldschmiede
Worms WO
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.