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Kurfürst Friedrich [III., der Weise], Herzog von Sachsen, und
sein Bruder Johann [der Beständige], Herzog von Sachsen, bekunden, dass
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1491-1500
1499 November 12
Ausfertigung, Papier, auf der Rückseite aufgedrücktes Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Torgaw Dinstags nach Martini anno etcetera XCnono
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kurfürst Friedrich [III., der Weise], Herzog von Sachsen, und sein Bruder Johann [der Beständige], Herzog von Sachsen, bekunden, dass beim letzten Treffen in Hersfeld wegen des Streits zwischen Wilhelm [II.], dem Mittleren, Landgraf von Hessen, und Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, vereinbart worden ist, dass sich beide Parteien am nächsten Weihnachtsfest [Dezember 25] treffen sollen. Zur vereinbarten Beratung vor diesem Termin können die Herzöge aber nicht persönlich erscheinen und schicken deshalb ihre Räte am nächsten Sonntagabend nach Lucia [1499 Dezember 15] nach Erfurt, um am darauf folgenden Montag mit Johann in dieser Angelegenheit zu beraten. Die Herzöge bitten um Antwort. Ausstellungsort: Torgau. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Herzog von Sachsen]
Von anderer Hand ist am unteren Rand der Urkunde vermerkt, dass in dieser Angelegenheit bei diesem Treffen Recht gesprochen wurde und sich hierzu Akten im Register befinden.
Das Papiersiegel diente als Verschlusssiegel. Da keine Siegelankündigung vorhanden und das Papiersiegel nicht genau zu erkennen ist, lässt sich nicht sagen, welcher der sächsischen Herzöge gesiegelt hat oder ob beide zusammen gesiegelt haben.
Vgl. hierzu auch Nr. 1332.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.