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Die Bewegung im Kanton Pirmasens 1848/49, Untersuchungsakten und Beweisstücke
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Oberlandesgericht Zweibrücken, Akten >> 10 Prozessakten und -urteile >> 10.02 Verhandlungen über den Aufstand in der Pfalz in den Jahren 1848/49 >> 10.02.25 Revolutionäre Bewegung im Kanton Pirmasens >> Die Bewegung im Kanton Pirmasens 1848/49, Untersuchungsakten und Beweisstücke
1849-01-01/1849-12-31
Enthält: Anzeigen und Anträge (Bl. 1 - 48); Zeugenverhöre (Bl. 49 - 210), mit einem alphabetischen Verzeichnis der vernommenen Zeugen (Bl. 206 - 209); Von Zeugen vorgelegte Belegstücke aus der Revolutionszeit, u.a. Erlasse und Verfügungen revolutionärer Dienststellen, Plakate und Flugblätter derselben; Liste freiwilliger Gaben, gesammelt in der Gemeinde Lemberg, zur Anschaffung von Gewehren etc.; Verhaftung des Gerbers Friedrich Sauberschwarz von Pirmasens wegen mehrfachen bewaffneten Eindringens in die Wohnung des Rabbiners Oppenheim zu Pirmasens (Bl. 211 - 362); Verhöre der Beschuldigten Melchior Philipp Karl Baumann, geboren in Rülzheim, Kaufmann, Franz Bürkel, Ökonom und Seifensieder, Peter Dessloch, geboren in Wattweiler, Schullehrer, und Ludwig Lippack, Apotheker, Vorstand des Kantonalverteidigungsausschusses zu Pirmasens, alle aus Pirmasens und Mitglieder des Kantonalverteidigungsausschusses; Rechtfertigungen und Eingaben derselben (Bl. 363 - 487); Vorführungs- und Verwahrungsbefehle gegen Melchior Philipp Baumann, Kaufmann, Pirmasens, Franz Bürkel, Ökonom und Seifensieder, Pirmasens, Peter Dessloch, Schullehrer, Pirmasens, Ludwig Diehl, Notar, Pirmasens, Zivilkommissär des Landkommissariatsbezirks Pirmasens, Ludwig Fuhrmann, Gerber, Pirmasens, Ludwig Gerlach, Kaufmann, von Landau, Kotodziewski, Militärkommissär für den Landkommissariatsbezirk Pirmasens (Bl. 488 - 503); Protokollbuch der Bürgerwehr der Stadt Pirmasens, geführt vom 12. Sept. 1848 bis 20. Mai 1849, enthält auch die Protokolle des Kantonallandesverteidigungsausschusses vom 9. Mai bis 2. Juni 1849 (Bl. 504 - 538); "Belege" aus der Revolutionszeit: a) zur Ablieferung und Fertigung von Waffen und Blusen, dabei Namenslisten zum Sensenkorps (Bl. 540 - 595), b) Requisition von Pferden (Bl. 596 - 627), c) Verwertung von Holz aus Staatswaldungen (Bl. 628 - 638), d) Gemeinderatswah-len, mit Stimmlisten (Bl. 639 - 657), e) Druckschriften (Bl. 659 - 665), f) "Protokolle und Berichte ohne Belang", überwiegend Berichte der Gemeinden (Bl. 666 - 682), g) Notizen und Papiere des Kantonalausschusses "ohne Belang", darunter Regelung des Forst- und Waldschutzes im Kanton (Bl. 683 - 711), h) "Belege" gegen Baumann, Bürkel, Diehl, Dörner, Georg Fuhrmann, Kollmann, C. H. Schmolze von Zweibrücken, Schneider, Serr, überwiegend in militärischen Angelegenheiten (Bl. 712 - 744), i) "Belege" gegen den Zivilkommissär Diehl (Bl. 745 - 818)
darin: Amts- und Intelligenzblatt der provisorischen Regierung der Rheinpfalz, Nr. 9, Kaiserslautern, 2. Juni 1849,; 4 S., 25,5 x 21 cm (Bl. 764f.); Bekanntmachung. (Proklamation der provisorischen Regierung für die Pfalz am 20. Mai 1849 in Pirmasens), Hg.: Der Kantonal-Landesverteidigungs-Ausschuß, Pirmasens, 19. Mai 1849, Plakat mit Schmuckrand, 36 x 33 cm (Bl. 324, 2. Ex. Bl. 344); Bekanntmachung. (Maßnahmen zum Schutz von Personen und Eigentum und zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung), Hg.: Der Kantonal-Landesverteidigungs-Ausschuß, Pirmasens, 20. Mai 1849, Plakat mit Schmuckleiste, 40 x 31,5 cm (nach Bl. 344); Bekanntmachung. Der Kantonal-Landesvertheidigungs-Ausschuß zu Pirmasens (Maßnahmen gegen Waldfrevel und zum Schutz der Staatswaldungen), Hg.: 1) Der Kantonal-Landes-Verteidigungs-Ausschuß, F. Bürkel, Lippack, Chr. König, F. Dörner, Chr. Huber, M. Herbert, E. Justus, 2) Zivilkommissär L. Diehl, Pirmasens, 3. Juni bzw. 5. Juni 1849, Plakat mit Schmuckleiste, 43 x 33 cm (nach Bl. 344); Bekanntmachung für die Bewohner des Land-Commissariatsbezirks Pirmasens (Ernennung des Zivilkommissärs Diehl für den Landkommissariatsbezirk Pirmasens, Befugnisse desselben, Termine für die Abnahme des Eides auf die Reichsverfassung in den Kantonen des Bezirks), Hg.: Zivilkommissär L. Diehl, Pirmasens, 27. Mai 1849, Druck 1 S., 32,5 x 21 cm (Bl. 334, 2. Ex. Bl. 746); Bekanntmachung. Mitbürger! (Verbot der Teilnahme der pfälzischen Abgeordneten an den Sitzungen der Zweiten Kammer durch die bayerische Staatsregierung, die Anordnungen und Maßnahmen der provisorischen Regierung müssen jetzt erst recht von den Pfälzern unterstützt werden), Hg.: Die provisorische Regierung der Rheinpfalz, Hepp, Schmitt, Reichard, Fries, Kaiserslautern, 27. Mai 1849, Plakat, 48,8 x 35,8 cm (Bl. 333); Bekanntmachung. Colmar, den 28. Mai. ... An die Bürger-Mitglieder der Legislativen. Bürger, Volksrepräsentanten! Ohne Herausgeberangabe, Colmar, 28. Mai (1849), Plakat, 39 x 27,5 cm (Bl. 332); An meine deutschen Brüder in der Pfalz. (Mitteilung, daß das Ministerium Gagern ihm vorwirft, seine Vollmachten in der Pfalz überschritten zu haben, und dass er sein Mandat als Bevollmächtigter für die Rheinpfalz zurückgeben muß), Hg.: Eisenstuck, Kaiserslautern, 11. Mai 1849, Druck 1 S., 23,7 x 18 cm (Bl. 328); An sämmtliche Bürgermeisterämter des Land-Commissariats Pirmasens! (die erste Hälfte des ersten Aufgebots ist am 11. Juni nach Pirmasens zu schicken), Hg.: Die Militär-Kommission, Fuhrmann, Major, Pirmasens, 9. Juni 1849, Druck 1 S., 33,5 x 16,8 cm (Bl. 338); Der Cantonal-Landesvertheidigungs-Ausschuß an sämmtliche Bürgermeisterämter des Kantons Pirmasens! (Zusammenstellung der drei militärischen Aufgebote, Subskriptionen für freiwillige Beiträge und Anschaffung von Waffen und Munition aus Gemeindemitteln, Entsendung von Kommissären in die Bürgermeistereien zur Überwachung der Organisation der Volkswehr), Hg.: Der Kantonal-Landesverteidigungs-Ausschuß, C. Herter, Schneider, G. Schneider, Breith, G. Fuhrmann, H. Leinenweber, Groß, Greiner, Dietz, M. Herbert, W. Schäfer, Lippack, Friedr. Diehl, Dr. Bruch, Dr. Appel, Herrmann, L. Diehl, G. Kehrwald, Pirmasens, 13. Mai 1849, Druck 1 S., 23 x 17,8 cm (Bl. 331, 2. Ex. Bl. 350, 3. Ex. Bl. 662); Estaffetten-Stundenpaß von Neustadt nach Edenkoben zur Lieferung von Paketpost, Vordruck mit handschriftlichen Ergänzungen, Neustadt, 22. Mai 1849, 4 S., 35,5 x 21 cm (Bl. 705f.); Der Landes-Vertheidigungs-Ausschuß an seine Mitbürger! Kaiserslautern, 5. Mai 1849, Der Landesverteidigungsausschuß, H. Didier, P. Fries, Dr. Greiner, Dr. Hepp, Reichard, Schmidt, Der Landes-Ausschuß an den permanenten Cantonal-Vertheidigungs-Ausschuß zu Pirmasens. (Gemeinden sollen Quartiere zur Aufnahme bewaffneter Zuzüge, insbesondere von Turnern, Flüchtlingen und fremden Offizieren zur Verfügung stellen, die Beamten und sämtliche Truppenabteilungen sollen auf die Reichsverfassung vereidigt werden), o.O., o.D., Hg.: Der Landesdausschuß für Verteidigung der deutschen Reichsverfassung, P. Reichard, Fries, N. Hepp, Greiner, N.Schmitt; Mitbürger! (Konstituierung des Landesverteidigungsausschusses für den Kanton Pirmasens, Erstellung einer Liste der Männer von 18 bis 40 Jahren durch die Bürgermeister des Bezirks, Sammlungen freiwilliger Beiträge durch die Gemeinderäte, Gemeindemittel zur Anschaffung von Waffen und Munition, entbehrliche Waffen sind von den Bürgern an den Kantonal-Landesverteidigungsausschuß in Pirmasens abzuliefern, Einladung zu der Wahl eines Volksvertreters nach Kaiserslautern am 13. Mai 1849 in Pirmasens, Pirmasens, 10. Mai 1849, Plakat mit Schmuckleiste, 45,5 x 35,5 cm (Bl. 329, 2. Ex. Bl. 661); Im Namen des pfälzischen Volkes. (Selbstauflösung des bisherigen Kantonal-Landesverteidigungsausschusses, Wahl eines neuen Ausschusses am Pfingstmontag zu Pirmasens), Hg.: Zivilkommissär L. Diehl, Pirmasens, 27. Mai 1849, Druck 1 S., 33,5 x 19,5 cm (Bl. 747); Im Namen des pfälzischen Volkes. (Rekrutierung des ersten Aufgebots und Organisation der Gemeinderatswahlen), Hg.: Zivilkommissär L. Diehl, Pirmasens, 29. bzw. 30. Mai 1849, Druck 2 S., 32,5 x 21 cm (Bl. 335, 2. Ex. Bl. 663); Im Namen des pfälzischen Volkes! (Alle waffenfähigen und mit Waffen versehenen Einwohner sollen nach Pirmasens kommen, in den Gemeinden ist eine Sicherheitsgarde zu bilden, Alarmzeichengebung bei Anmarsch der Preußen), Zivilkommissär L. Diehl, Militärkommissär Fuhrmann, Kantonal-Landesverteidigungs-Ausschuß Fr. Dörner, Dessloch, E. Justus, Chr. Huber, Fr. Lachenmayer, H. Bock, M. P. C. Baumann, Chr. König, Fr. Bürckel, Pirmasens, 11. Juni 1849, Plakat mit Schmuckleiste, 38,5 x 31 cm (Bl. 664, 2. Ex. Bl. 767); Im Namen des pfälzischen Volkes! (Rückstellungen in das zweite Aufgebot für bei der Gemeinde oder dem Staat angestellte Beamte, Lehrer, Geistliche und solche Personen, die ihre Eltern oder Geschwister ernähren müssen), Zivilkommissär L. Diehl, Pirmasens, 11. Juni 1849, Plakat mit Schmuckleiste, 41 x 33 cm (Bl. 766); Pirmasenser Wochen-Blatt, Nr. 68, 26. Aug. 1849, verantwortlicher Redakteur und Verleger Friedrich Philipp Deil, 4 S., 32 x 20,5 cm (Bl. 801f.)
Oberlandesgericht Zweibrücken
818 Bl.
Sachakte
Die Digitalisierung wurde gefördert durch die Deutsche Digitale Bibliothek aus Mitteln des Programms „Neustart Kultur“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.